Eine Hommage an das Veilchen (lat. Viola).
Um das zarte, bescheidene Pflänzchen mit seinem betörenden Duft zu entdecken, muß man schon genauer hinschauen. Sie ist eine der ersten Frühjahrsboten, die den Frühling verkünden, verborgen unter Hecken, am Böschungsrand, im Wald und leider selten im heimischen Garten.
Das magische, mystische Veilchen über Jahrhunderte besungen und bedichtet hat im 21. Jahrhundert seine Bedeutung verloren. Schon als kleines Kind war ich von den Farben und Duft der winzig kleinen Blume mit dem violetten Köpfchen und zarten grün entzückt. Selbstverständlich war es das Veilchen, dass als Erstes in meinem Garten eingepflanzt wurde. Jetzt ist aus der einzigen Pflanze ein blauer, duftender Teppich geworden. Und jedes Jahr finde ich immer wieder Stellen im Garten, wo das Veilchen einen neuen Platz gefunden hat und mich mit seinen frühen Blüten zu erfreuen.